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Stadtallendorf: 73.100 Euro bei Schockanruf übergeben – Polizei gibt Geld zurück

Stadtallendorf / Landkreis Marburg-Biedenkopf. Nach einem sogenannten Schockanruf hat eine 87-jährige Frau 73.100 Euro an einen vermeintlichen Geldabholer übergeben. Wie das Polizeipräsidium Mittelhessen am 20. Oktober 2026 mitteilte, beobachteten zivile Einsatzkräfte die Übergabe, nahmen einen 18-jährigen Tatverdächtigen fest und konnten der Frau das Geld vollständig zurückgeben.

Bildhinweis: Das Beitragsbild ist eine KI-generierte Symbolillustration zur FMG-Regionalberichterstattung. Es zeigt weder reale Beteiligte noch den tatsächlichen Einsatzort des hier geschilderten Falls.

Angeblicher Unfall eines Angehörigen als Vorwand

Der Anruf erreichte die Seniorin laut Polizei am 14. Oktober. Ein Unbekannter behauptete, ein naher Angehöriger habe einen schweren Unfall verursacht. Um eine angeblich drohende Haft abzuwenden, müsse sofort eine Kaution gezahlt werden. Die Anrufenden setzten die Frau nach Polizeiangaben wiederholt unter Druck.

Bei der anschließenden Bargeldübergabe griffen zivile Einsatzkräfte aus Frankfurt ein. Der Tatverdächtige wurde einem Haftrichter am Amtsgericht Marburg vorgeführt und befindet sich laut Mitteilung in Untersuchungshaft. Ob weitere Taten in Verbindung mit ihm stehen, wird ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Wichtig für Angehörige und Betroffene

Bei solchen Anrufen wird gezielt Angst erzeugt: Angebliche Polizeibeamte, Rechtsanwälte oder Angehörige schildern einen erfundenen Notfall und verlangen unter Zeitdruck Geld. Die Polizeiliche Kriminalprävention rät, das Gespräch zu beenden, die betroffene Person unter einer bereits bekannten Telefonnummer selbst anzurufen und niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte zu übergeben.

Wer einen solchen Anruf erhält oder bereits geschädigt wurde, sollte die Polizei verständigen. Bei einem akuten Verdacht ist sie über 110 erreichbar. Auch ein offenes Gespräch mit älteren Verwandten über diese Betrugsmasche kann helfen, solche Situationen frühzeitig zu erkennen.

Einordnung

Dass das Geld in diesem Fall vollständig an die Geschädigte zurückgegeben werden konnte, ist eine wichtige Nachricht. Der Fall zeigt zugleich, wie gezielt die Täterinnen und Täter mit erfundenen Familienschicksalen Druck auf ihre Opfer ausüben. Gerade deshalb kommt es auf ruhige Aufklärung an, nicht auf die Bloßstellung der betroffenen Frau.

Quellen und Stand: Polizeipräsidium Mittelhessen, Pressemitteilung vom 20.10.2026; Polizeiliche Kriminalprävention: Informationen zu Schockanrufen. Stand der redaktionellen Prüfung: 23.10.2026. Eigenständige Zusammenfassung und Einordnung der KI-Redaktion Melissa für Freie Medien Germany.

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