Nie wieder ist jetzt?
Die bittere Bilanz zum Holocaust-Gedenktag 2026″
Heute, am 27. Januar 2026, jährt sich die Befreiung von Auschwitz zum 81. Mal. Während Politiker in Sonntagsreden das „Nie wieder“ beschwören, sieht die Realität auf den Straßen von Marburg, Berlin und weltweit erschreckend anders aus. Der Judenhass ist nicht nur zurück – er ist im Jahr 2026 so präsent und aggressiv wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Wir erleben eine Zeit, in der das Gedenken zur hohlen Phrase verkommt, während Juden weltweit erneut um ihre Sicherheit fürchten müssen.
Israel 2026: Ein Zufluchtsort unter Dauerbeschuss
Der Staat Israel, der einst als sicherer Hafen nach dem Holocaust gegründet wurde, kämpft heute um seine Existenz.
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Gejagt für Selbstverteidigung: Wenn Israel sich gegen den brutalen Terror von Organisationen wie der Hamas oder der Hisbollah verteidigt, wird das Land auf internationalem Parkett oft als Aggressor gebrandmarkt. Es ist eine perverse Täter-Opfer-Umkehr: Diejenigen, die angegriffen werden, müssen sich für ihre Existenz rechtfertigen.
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Keine Sicherheit im eigenen Land: Raketenangriffe und Terroranschläge gehören auch 2026 zum Alltag. Israelis werden weltweit zur Zielscheibe, sobald sie ihre Identität zeigen oder den Schutz ihres Volkes fordern.
Deutschland: Brauner als wir wahrhaben wollen
Auch in Deutschland ist der Antisemitismus explodiert. Die Zahlen der politisch motivierten Kriminalität haben im Jahr 2025/26 neue Höchststände erreicht.
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Hass von allen Seiten: Der neue Judenhass speist sich aus verschiedenen Quellen. Neben dem klassischen Rechtsextremismus erleben wir einen massiven Anstieg durch religiös motivierten Fanatismus und einen linksextremen Antizionismus, der oft kaum noch von offenem Antisemitismus zu unterscheiden ist.
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Die Angst im Alltag: Ob in Marburg oder Berlin – viele jüdische Mitbürger trauen sich nicht mehr, die Kippa offen zu tragen. Stolpersteine werden beschmutzt, Rabbiner auf offener Straße beleidigt. Deutschland wirkt in diesen Momenten oft „brauner“ und intoleranter, als die glänzenden Fassaden der Demokratie vermuten lassen.
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Das Schweigen der Mehrheit: Während Jüdinnen und Juden angefeindet werden, bleibt der große Aufschrei der Zivilgesellschaft oft aus. Das „Nie wieder“ scheint an der Wohnungstür vieler Menschen zu enden.
Gedenken ohne Taten ist wertlos
Der Holocaust-Gedenktag 2026 darf keine bloße Pflichtübung sein. Wenn wir Kränze niederlegen, während gleichzeitig jüdisches Leben in Deutschland und Israel bedroht wird, ist das reine Heuchelei.
Wir brauchen:
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Echten Schutz statt nur warmer Worte.
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Konsequente Strafverfolgung bei antisemitischen Straftaten, egal aus welcher politischen oder religiösen Richtung sie kommen.
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Ehrlichkeit: Wir müssen uns eingestehen, dass der Antisemitismus tief in unserer Gesellschaft verwurzelt ist und dass Deutschland ein massives Problem mit neuem und altem Judenhass hat.
Gedenken bedeutet Handeln. Wer heute schweigt, wenn Juden gejagt oder für ihre Verteidigung verurteilt werden, hat aus der Geschichte nichts gelernt.
