Gagen-Wahnsinn: 300.000 Euro für das „Nichts-Können“
Die Zahlen der aktuellen Staffel 2026 sind ein Schlag ins Gesicht jeder hart arbeitenden Fachkraft.
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Rekordgagen für Skandale: Spitzenreiter wie Gil Ofarim kassieren laut Medienberichten Rekordsummen von bis zu 300.000 Euro. Das ist mehr als das Zehnfache dessen, was ein Krankenpfleger in einem ganzen Jahr verdient.
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Belohnung für Fehltritte: Anstatt echtes Talent zu fördern, setzen Sender wie RTL oder Sat.1 bei Formaten wie Promi Big Brother oder Sommerhaus der Stars gezielt auf Menschen, die durch Fehlverhalten oder moralische Fragwürdigkeit aufgefallen sind. Je größer der Skandal, desto dicker der Scheck.
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Sinnlose Aufgaben: Für das Verspeisen von Tiergenitalien oder das Baden in Gülle werden Gagen gezahlt, die in keinem Verhältnis zur erbrachten „Leistung“ stehen. Es ist eine Subventionierung der Belanglosigkeit.
Andere Formate: Die Klon-Armee des Trash-TV
Der Dschungel ist nur die Spitze des Eisbergs. Die deutsche Fernsehlandschaft wird von einer Flut ähnlicher Sendungen überschwemmt.
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Sommerhaus der Stars: Hier wird Aggressivität und toxisches Verhalten nicht nur geduldet, sondern durch die Kameraführung provoziert.
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Kampf der Realitystars: Ein Titel, der bereits ein Oxymoron ist – wer dort teilnimmt, ist in der Regel weder ein Star noch leistet er einen „Kampf“, der über das Bewahren der eigenen Fassade hinausgeht.
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Bachelorette & Co.: Hier wird Liebe zur Massenware degradiert, während die Teilnehmer für ein paar Wochen Sendezeit ihre Würde an der Garderobe abgeben.
Das Brot-und-Spiele-Prinzip des 21. Jahrhunderts
Diese Sendungen tragen massiv zur Verflachung des gesellschaftlichen Diskurses bei. Wenn das Highlight des Tages darin besteht, zu sehen, wie sich C-Promis gegenseitig beleidigen, schrumpft die Aufmerksamkeitsspanne für echte Probleme auf das Niveau einer Eintagsfliege.
Wir konsumieren den Abstieg anderer, um uns selbst besser zu fühlen – ein sozialer Abwärtsvergleich, der uns letztlich alle dümmer macht. Es ist Zeit, die Fernbedienung als Waffe zu nutzen und abzuschalten. Wahre Größe findet man nicht im australischen Busch, sondern dort, wo Menschen mit Verstand und Anstand etwas bewegen.
