Das Marburger Baustellen-Monopoly: Gehweg-Chaos am Richtsberg – Ist das noch Planung oder schon Geldverschwendung?
Wer im Marburger Stadtteil Richtsberg wohnt oder dort täglich unterwegs ist, reibt sich in regelmäßigen Abständen verwundert die Augen. Die Gehwege und Straßen im Stadtteil scheinen von einer Dauerbaustelle befallen zu sein – allerdings keiner koordinierte Großbaustelle, sondern einem merkwürdigen Schichtbetrieb im Schneckentempo. Kaum ist ein Gehweg aufgerissen, sind Kabel und Kanäle verlegt und der Asphalt wieder frisch zugemacht, dauert es oft nur wenige Wochen oder Monate, bis an exakt derselben Stelle der nächste Bagger anrückt. Wieder aufreißen, wieder buddeln, wieder zumachen. Es stellt sich für die Bürger die berechtigte Frage: Warum gelingt in Marburg keine vorausschauende Gesamtplanung – und wie viel Steuergeld wird bei diesem ständigen Auf und Zu eigentlich vernichtet?
Das ewige Auf und Zu: Gehwege als Dauerbaustelle
Das Phänomen ist am Richtsberg kein Einzelfall, sondern hat für viele Anwohner längst Systemcharakter angenommen.
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Fehlende Abstimmung der Gewerke: Ein Energieversorger legt Leitungen, die Baugrube wird verschlossen. Kurze Zeit später folgt der Nächste für Glasfaser, Nahwärme oder Telekommunikation. Statt dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen und eine gemeinsame Trasse öffnen, wird die Infrastruktur in Dauerwiederholung zerschnitten.
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Belastung für Anwohner und Passanten: Jedes erneute Aufreißen bedeutet abgesperrte Gehwege, Lärm, Staub und Gefahrenstellen für ältere Menschen, Kinder und Passanten mit Kinderwagen oder Rollstühlen. Der Alltag wird unnötig erschwert.
Steuergeldverschwendung und Flicker-Teppich: Wer zahlt die Zeche?
Die ständigen Wiederholungsarbeiten sind nicht nur ein Ärgernis für Fußgänger, sondern auch ein finanzielles und qualitätives Desaster.
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Massiver Kostenaufwand: Jede Baustelleneinrichtung, jedes erneute Aufbrechen des Asphalts und jedes anschließende Verschließen kostet Geld. Selbst wenn Teile davon von privaten Netzbetreibern getragen werden, fließen am Ende oft auch städtische Mittel oder Gebührengelder hinein.
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Qualitätsverlust der Verkehrswege: Ein Gehweg, der mehrfach aufgerissen und wieder gestückelt wurde, wird nie wieder so stabil wie ein durchgängig saniertes Teilstück. Es entstehen Unebenheiten, Stolperfallen und Frostschäden im kommenden Winter – was wiederum Folgereparaturen nach sich zieht.
Warum gibt es keine vorausschauende Gesamtplanung?
In einer Zeit, in der Städte von Nachhaltigkeit, Effizienz und digitaler Vernetzung sprechen, wirkt dieses Vorgehen wie aus der Zeit gefallen.
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Fehlender Koordinationszwang: Warum schafft es die Stadtverwaltung Marburg nicht, verbindliche Fristen und gemeinsame Bau-Konzepte für alle Leitungsbetreiber durchzusetzen? Wer einen Gehweg öffnet, müsste gesetzlich verpflichtet werden, alle absehbaren Versorgungsstränge in einem Rutsch mitzudenken.
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Bürger fordern Transparenz: Die Marburger haben ein Recht darauf zu erfahren, welche Baumaßnahmen am Richtsberg geplant sind und warum manche Abschnitte mehrfach im Jahr aufgeschnitten werden.
Schluss mit dem Flickenteppich am Richtsberg!
Das ständige Auf- und Zumachen von Gehwegen am Richtsberg ist ein Musterbeispiel für mangelnde Koordination auf Kosten der Bürger. Vorausschauender Straßen- und Tiefbau sieht anders aus!
Wir von den „Freien Medien Germany“ fordern den Magistrat und die zuständigen Fachbereiche auf, endlich eine koordinierte Bauplanung vorzulegen, die diesen Namen auch verdient. Besuchen Sie uns auf www.freiemediengermany.com – wir bleiben für Sie an den lokalen Themen vor Ort dran!
