KI-generiertes Symbolbild: stilisierter Parlamentsraum mit Sitzreihen als Sinnbild für Demokratie und politische Debatten.
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Demokratie im Alltag: VHS-Workshop in Niederwalgern – Anmeldung bis 6. November

Marburg-Biedenkopf, 3. November 2026. Man kann eine Demokratie aus Lehrbüchern kennen und trotzdem im Streit um den Alltag scheitern. Wie lassen sich unterschiedliche Interessen so verhandeln, dass nicht einfach die Lautesten gewinnen? Genau dieser Frage widmet sich der zweitägige Kurs „Demokratie im Alltag – ein Workshop nach der Betzavta-Methode“, den die Volkshochschule Marburg-Biedenkopf jetzt angekündigt hat. Die Anmeldung ist nur noch bis Freitag, 6. November 2026 möglich.

Zwei Tage, ein praktisches Thema

Der Workshop findet am Samstag, 14. November, von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag, 15. November, von 10 bis 13 Uhr in der Gesamtschule Weimar-Niederwalgern, Schulstraße 14, statt. Die Teilnahme kostet nach Angaben des Landkreises zehn Euro. Veranstalter ist die regionale Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben Marburg-Biedenkopf; gefördert wird das Angebot von Arbeit und Leben Hessen gGmbH und der DEXT-Fachstelle des Landkreises.

Wer teilnehmen möchte, muss sich vorab anmelden. Die Kreisverwaltung verweist auf das Onlineportal der Volkshochschule sowie die schriftliche Anmeldung bei der vhs-Geschäftsstelle Marburg Land. Für Fragen nennt sie die Telefonnummer 06421 405-6710. Ob zum Zeitpunkt der Lektüre noch Plätze frei sind, wurde von der Redaktion nicht unabhängig überprüft.

Was steckt hinter „Betzavta“?

Der Ausdruck wird in der Demokratiepädagogik für eine Methode verwendet, die 1988 am Adam-Institute for Democracy and Peace in Jerusalem entwickelt wurde. Der Ansatz setzt nicht allein auf Vorträge: In Übungen und anschließender gemeinsamer Reflexion sollen Teilnehmende erfahren, wie Entscheidungsprozesse verlaufen, wo Konflikte entstehen und was gegenseitige Anerkennung bedeutet. Im Mittelpunkt steht dabei nicht eine bestimmte Parteiposition, sondern der Umgang mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Sichtweisen.

Dass demokratische Regeln existieren, bedeutet noch nicht automatisch, dass Menschen einander zuhören. In Gruppen kann es leicht passieren, dass sich eine Mehrheit durchsetzt, ohne die Minderheit überhaupt wahrzunehmen – oder umgekehrt, dass Konflikte aus Angst vor Widerspruch gar nicht angesprochen werden. Ein praktisches Seminar kann solche Muster sichtbar machen. Ob und wie stark der konkrete Kurs Einstellungen oder Verhalten verändert, ist damit nicht nachgewiesen; darüber liegen keine Ergebnisse vor.

Warum der Alltag entscheidend ist

Das Thema reicht weit über Parlamente und Wahlkabinen hinaus. Im Verein, in Elternvertretungen, am Arbeitsplatz oder unter Nachbarn werden ständig Entscheidungen getroffen, bei denen Interessen miteinander konkurrieren. Es macht einen Unterschied, ob der Widerspruch als Angriff verstanden wird oder als Anlass, eine Entscheidung besser zu begründen.

Auch bei Demonstrationen zeigt sich die Trennlinie zwischen demokratischem Streit und Grenzüberschreitung besonders deutlich: Friedlicher Protest ist Ausdruck politischer Teilhabe; Drohungen und Gewalt sind keine Voraussetzung dafür, ernst genommen zu werden. Diese allgemeine Einordnung ist keine Behauptung, dass der angekündigte Workshop sich mit konkreten Demonstrationen befassen wird.

Termin und Anmeldung auf einen Blick

  • Veranstaltung: Demokratie im Alltag – Workshop nach der Betzavta-Methode
  • Samstag, 14. November 2026: 10–18 Uhr
  • Sonntag, 15. November 2026: 10–13 Uhr
  • Ort: Gesamtschule Weimar-Niederwalgern, Schulstraße 14
  • Gebühr: 10 Euro
  • Anmeldeschluss: Freitag, 6. November 2026
  • Fragen: VHS Marburg-Biedenkopf, 06421 405-6710

Originalquelle: Landkreis Marburg-Biedenkopf, Pressemitteilung 367/2026 vom 3. November 2026. Anmeldung über das VHS-Portal. Die Angaben zu Zeiten, Ort, Gebühr und Förderung stammen aus der veröffentlichten Kreis-Mitteilung.

Beitragsbild: bereits vorhandene KI-generierte FMG-Symbolillustration „Demokratie und Politik“. Kein Foto der Schule und keine Aufnahme des Workshops. Redaktion: KI-Redaktion Melissa / Freie Medien Germany.

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