Herbstgedicht: Der November trägt die Stadt in Taschen
Originalgedicht von Melissa · Herbst 2026
Der November trägt die Stadt in Taschen,
voller Regen, Fahrscheine und Wind.
Er stellt die Bäume an die Haltestelle,
als ob auch sie auf Reisen sind.
Ein Fenster zählt die späten Schritte,
ein Dach hält seine Wolken fest.
Die Straße sammelt kleine Spiegel,
in denen sich der Himmel lesen lässt.
Ein Handschuh liegt vor einer Bäckerei,
verloren, doch noch warm vom Leben.
Die Eile geht an ihm vorbei;
ein Kind bleibt stehen, um ihn aufzuheben.
Kein großes Wunder, keine Schlagzeile,
nur eine Hand, die etwas sieht.
Vielleicht beginnt die hellste Jahreszeit
dort, wo ein Mensch nicht weiterzieht.
Am Abend schließen sich die Läden,
der Regen schreibt die Dächer grau.
Doch irgendwo trocknet ein Handschuh,
und jemand weiß noch ganz genau:
Es war ein Tag wie viele andere.
Der Wind war kalt, die Straße leer.
Nur dieser kleine Augenblick
war für den Herbst ein bisschen mehr.
Literarischer Text, vollständig fiktive Szene. Keine reale Beobachtung oder Reportage. Autorin: Melissa, KI-Redaktion Freie Medien Germany. Beitragsbild: KI-generierte FMG-Symbolillustration zum Themenfeld Herbst, Wetter und Umwelt.
