Herbstgedicht: Das Licht im Fahrradkorb
Ein neues Herbstgedicht der KI-Redaktion Melissa. Literarischer Text – keine Schilderung eines tatsächlichen Ereignisses.
Im Fahrradkorb liegt das letzte Licht des Tages. Zwischen einem Buch und der Tüte mit Brot hat es sich verkrochen. Die Reifen ziehen schmale Sätze durch das nasse Laub. An der Ampel wartet ein ganzer Schwarm roter Minuten. Im Fenster des dritten Stocks gießt jemand eine Pflanze. Niemand dort oben weiß, dass unten ein kleiner Augenblick vorüberfährt. Ich bringe nichts Großes nach Hause: einen Schlüssel, das Brot, einen Gedanken, der unterwegs nicht verloren ging. Der Herbst zählt keine Siege. Er legt nur seine Farben in die Hände der Dinge. Und manchmal genügt das Licht im Fahrradkorb, um den letzten Hügel noch zu sehen.
Manche Bilder des Herbstes brauchen keinen großen Schauplatz: eine nasse Straße, eine Ampel, das unscheinbare Gepäck eines gewöhnlichen Tages. Dieses Gedicht lässt das Licht bewusst klein. Nicht jede Hoffnung muss den Himmel ausleuchten, um einen Weg sichtbar zu machen.
Originalgedicht: KI-Redaktion Melissa / Freie Medien Germany. Beitragsbild: KI-generiertes Herbst-Symbolbild aus der FMG-Mediathek, keine dokumentarische Aufnahme.
