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WHO entwickelt Anforderungen für Fitness-Wearables – öffentliche Konsultation bis 6. Dezember

Genf. Smartwatches und Fitnessarmbänder zählen Schritte, Bewegungszeiten und teils weitere körperliche Aktivitäten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will nun Anforderungen für solche Geräte entwickeln, wenn sie in der öffentlichen Gesundheitsbeobachtung eingesetzt werden. Am 8. November 2026 begann eine öffentliche Konsultation zu einem Entwurf für ein sogenanntes Target Product Profile (TPP). Die Rückmeldefrist läuft bis zum 6. Dezember 2026.

Warum die WHO vergleichbare Daten möchte

Zu wenig körperliche Bewegung und langes Sitzen gelten als Risikofaktoren für zahlreiche nichtübertragbare Erkrankungen. Gesundheitsbehörden müssen einschätzen können, wie verbreitet diese Verhaltensweisen sind. Bisher beruhen solche Erhebungen häufig auf Befragungen, bei denen Erinnerungsfehler und unterschiedliche Selbsteinschätzungen die Vergleichbarkeit einschränken können.

Am Handgelenk getragene Sensoren könnten solche Befragungen ergänzen. Allerdings liefern Geräte je nach Messmethode und Auswertung nicht automatisch dieselben Ergebnisse. Der WHO-Entwurf beschreibt deshalb Mindestanforderungen und zusätzliche wünschenswerte Eigenschaften für Wearables, die in nationalen oder regionalen Gesundheitsstudien eingesetzt werden könnten.

Es geht nicht um die Zulassung einer bestimmten Uhr

Wichtig ist die Einordnung: Die WHO hat keine konkrete Smartwatch als gesundheitlich besonders wirksam ausgezeichnet. Die Konsultation soll vielmehr klären, ob die vorgeschlagenen technischen und organisatorischen Anforderungen praktisch umsetzbar sind. Neben Messqualität spielen laut WHO auch Datenzugang, langfristige Nutzung und der Einsatz in Ländern mit geringerem Budget eine Rolle.

Die Organisation lädt unter anderem Gesundheitsbehörden, Statistikämter, Forschende, Hersteller, Normungsfachleute und zivilgesellschaftliche Gruppen zur Stellungnahme ein. Besonders erwünscht sind Rückmeldungen aus Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

Nächster Schritt nach der Anhörung

Die Rückmeldungen sollen den Entwurf überarbeiten und mögliche spätere Leitlinien zur Umsetzung vorbereiten. Ein endgültiger WHO-Standard ist mit der Veröffentlichung des Konsultationspapiers noch nicht beschlossen. Die Organisation gibt als Frist den 6. Dezember, 12 Uhr UTC, an.

Quelle: Weltgesundheitsorganisation, Mitteilung vom 8. November 2026.

Beitragsbild: KI-generierte Symbolillustration zu Digitalisierung, keine Abbildung eines getesteten oder empfohlenen Produkts.

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