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	<title>Verlustpersönliche Geschichte Archive - FREIE MEDIEN GERMANY % %</title>
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	<description>Freie Medien Germany FMG  .... ein gewerblich zugelassenes Presseportal des Autonomen Pressedienst</description>
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		<title>Bruder und Schwester im Kampf &#8211; Erinnerungen an die Bundespolizistin Ramona Findling</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 11:04:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Bruder und Schwester im Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FreieMedienGermany.de</p>
<p>Einleitung Am 3. April 2020 ereignete sich eine Tragödie in Vogtareuth: Die Bundespolizistin Ramona Findling erschoss ihre beiden Kinder, Annabell (10) und Vivien (12), und anschließend sich selbst. Im Vorfeld der Tat wurden berufliche und private Belastungen bekannt. Zwei Tage zuvor soll ihr damaliger Partner die Beziehung beendet haben. In der Nacht der Tat schrieb...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://freiemediengermany.de/2026/04/11/bruder-und-schwester-im-kampf-erinnerungen-an-die-bundespolizistin-ramona-findling/">Bruder und Schwester im Kampf &#8211; Erinnerungen an die Bundespolizistin Ramona Findling</a> erschien zuerst auf <a href="https://freiemediengermany.de">FREIE MEDIEN GERMANY</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FreieMedienGermany.de</p>
<p><span style="font-weight: 400;"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-754 alignleft" src="https://freiemediengermany.de/wp-content/uploads/2026/02/TOPFMG1jpg-300x226.jpg" alt="" width="300" height="226" srcset="https://freiemediengermany.de/wp-content/uploads/2026/02/TOPFMG1jpg-300x226.jpg 300w, https://freiemediengermany.de/wp-content/uploads/2026/02/TOPFMG1jpg-768x577.jpg 768w, https://freiemediengermany.de/wp-content/uploads/2026/02/TOPFMG1jpg.jpg 1023w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Einleitung</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am 3. April 2020 ereignete sich eine Tragödie in Vogtareuth: Die Bundespolizistin Ramona Findling erschoss ihre beiden Kinder, Annabell (10) und Vivien (12), und anschließend sich selbst. Im Vorfeld der Tat wurden berufliche und private Belastungen bekannt. Zwei Tage zuvor soll ihr damaliger Partner die Beziehung beendet haben. In der Nacht der Tat schrieb sie ihrer Mutter: „Ich kann nicht mehr.“ </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Heute sprechen wir mit einem Menschen, der Ramona über Jahre hinweg begleitet hat. Er beschreibt ihre Verbindung als eine besondere Form von Nähe: „wie Bruder und Schwester im Kampf“</span><span id="more-868"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Interview</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Frage:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie kam es dazu, dass Ramona Kontakt zu dir aufgenommen hat?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Antwort:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das ist viele Jahre vor 2020 gewesen. Ramona stand damals unter starkem Druck – beruflich, privat und auch im sportlichen Bereich. Sie wusste einfach nicht mehr weiter.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was mich sofort bewegt hat, war nicht nur ihre Situation, sondern die Art, wie sie daran zerbrach. Es ging nicht um einzelne Probleme, sondern um ein Gesamtbild aus Druck, Erwartungen und Angriffen von außen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Frage:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Du beschreibst eure Beziehung als „Bruder und Schwester im Kampf“. Was bedeutet das?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Antwort:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das ist eine Verbindung, die entsteht, wenn Menschen gemeinsam durch extreme Situationen gehen. Es geht nicht um klassische Freundschaft oder Liebe im üblichen Sinne.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es geht darum, füreinander da zu sein – ohne Bedingungen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ramona und ich haben genau das aufgebaut. Wir wussten: Wenn es ernst wird, ist der andere da.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Frage:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Gab es Momente, in denen diese Verbindung besonders deutlich wurde?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Antwort:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einmal ging es ihr sehr schlecht, auch wegen der Kinder und großer Verlustängste. In so einem Moment habe ich zu ihr gesagt:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">„Wenn alle Stricke reißen, dann heirate ich dich eben – die Kinder gehören dazu.“</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das war kein romantischer Satz.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das war ein Ausdruck davon, dass man bereit ist, alles zu geben, wenn es um das Leben eines anderen Menschen geht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sie schaute mich an und sagte nur:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> „Du bist verrückt.“</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das war so ein typischer Moment zwischen uns.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Frage:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">War da Liebe im Spiel?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Antwort:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ja – aber nicht im klassischen Sinne.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es war die Art von Liebe, die zwischen Menschen entsteht, die gemeinsam kämpfen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Nicht mehr und nicht weniger.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Frage:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie war euer Alltag miteinander?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Antwort:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sehr menschlich.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir konnten über alles reden – von ganz einfachen Dingen bis zu sehr tiefen Themen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Manchmal ging es um völlig Banales, manchmal um existenzielle Fragen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und ja – wir konnten uns in den Arm nehmen, ohne dass daraus etwas anderes entstehen musste.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich glaube, genau das beschreibt es am besten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Frage:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie hast du von der Tat erfahren?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Antwort:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sehr direkt.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als ich hörte, dass sie tot ist, war das schon schwer. Aber als ich erfuhr, dass sie ihre Kinder mitgenommen hat, war klar: Das ist etwas, das man nicht sofort begreifen kann.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In solchen Momenten funktioniert man erstmal.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Erst später kommt das Verstehen – wenn überhaupt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Frage:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Du hältst das Gedenken an Ramona aufrecht. Erntest du dafür Kritik?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Antwort:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ja, natürlich.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und die ist auch verständlich.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was Ramona getan hat, ist nicht zu rechtfertigen. Das sage ich ganz klar.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und trotzdem bleibt sie für mich ein Mensch, den ich kannte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Viele Menschen urteilen sehr schnell über solche Taten. Aber jeder Mensch kann in Situationen geraten, die er sich vorher nie vorstellen konnte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Deshalb halte ich es für wichtig, darüber zu sprechen – nicht um zu entschuldigen, sondern um zu verstehen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Frage:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was ist dir dabei besonders wichtig?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Antwort:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dass wir als Gesellschaft nicht nur verurteilen, sondern auch hinschauen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ausgrenzung hilft niemandem.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dialog schon eher.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Frage:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Was bleibt von Ramona für dich?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Antwort:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Erinnerung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">An die guten und die schweren Momente.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Und das Wissen, dass wir füreinander da waren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> Bruder und Schwester im Kampf.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Abschluss</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Gespräch zeigt eine Perspektive, die selten öffentlich wird:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">nicht die Tat im Vordergrund, sondern der Mensch dahinter – mit all seinen Widersprüchen, Stärken und Brüchen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://freiemediengermany.de/2026/04/11/bruder-und-schwester-im-kampf-erinnerungen-an-die-bundespolizistin-ramona-findling/">Bruder und Schwester im Kampf &#8211; Erinnerungen an die Bundespolizistin Ramona Findling</a> erschien zuerst auf <a href="https://freiemediengermany.de">FREIE MEDIEN GERMANY</a>.</p>
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