IU verweigert Rückerstattung und verweist auf 50 Euro Inkassoforderung – Hochschule soll Rechtsgrundlage benennen

Wer sich neben dem Beruf oder in einer Umbruchphase weiterbilden möchte, stößt bei der Suche nach einem flexiblen Fernstudium schnell auf die IU Internationale Hochschule. Mit eingängiger Werbung und dem Versprechen von maximaler Flexibilität lockt der private Bildungsanbieter Tausende Studierende an. Doch wie flexibel und kundenfreundlich zeigt sich der Bildungsriese, wenn das Leben dazwischenkommt? Ein aktueller Fall offenbart eine erschreckende Härte im Umgang mit zahlenden Kunden: Ein Betroffener musste trotz Nichtinanspruchnahme der Studienleistungen die vollen Gebühren bezahlen – und kämpft nun vergeblich um eine Rückerstattung, während die Hochschule mit Inkasso-Drohungen und bizarren Neuvertrags-Angeboten ablenkt. Ein Lehrstück über das Geschäftsmodell privater Bildungsträger.

Voll bezahlt, null Leistung erhalten: Die Einbahnstraße der Studiengebühren

Verträge sind einzuhalten – dieser Grundsatz gilt im Rechtssystem. Doch wenn ein Verbraucher aus persönlichen oder gesundheitlichen Gründen ein Fernstudium überhaupt nicht antreten oder keine einzigen Leistungen nutzen kann, erwarten Kunden zumindest ein Mindestmaß an Kulanz oder fairen Stornierungsregelungen.

  • Kassieren ohne Gegenleistung: Im vorliegenden Fall zahlte der Betroffene brav die geforderten Studiengebühren bis zum letzten Cent – für Kurse, Lernplattformen und Prüfungen, die er nachweislich nie in Anspruch nehmen konnte. Während die IU die volle Summe strich, blieb der Gegenwert für den Studierenden bei exakt Null.

  • Kein Entgegenkommen bei der Rückerstattung: Als der Betroffene im Nachgang eine faire Rückerstattung oder Anpassung für die nie erbrachte Leistung forderte, schaltete die Hochschule auf stur. Das Prinzip scheint klar: Einnahmen sichern, Verantwortung abwälzen.

Bizarre Taktiken: Neuvertrag statt Rückzahlung und die Inkasso-Keule

Besonders haarsträubend wird der Fall beim Blick auf die versuchte Abwicklung seitens der Hochschule. Anstatt den Fall sachlich zu prüfen und unbürokratisch abzuwickeln, verstrickte sich die Verwaltung in fragwürdige Ausflüchte.

  1. Der ‚Knebel‘-Vorschlag: Um die Wogen zu glätten, wurde dem Kunden ernsthaft angeboten, einen neuen Vertrag abzuschließen – natürlich wieder mit der Verpflichtung, erneut die vollen Kosten zu tragen! Wer bereits für eine Nicht-Leistung bezahlt hat, soll also noch einmal zahlen, um vielleicht doch noch studieren zu dürfen. Eine Praktik, die an Absurdität kaum zu übertreffen ist.

  2. Ablenken und Druck aufbauen: Anstatt die begründete Rückerstattung zu bearbeiten, verwies die IU plötzlich auf angebliche Gebühren und Forderungen, die über ein Inkassoinstitut gelaufen sein sollen. Es entsteht der Eindruck einer gezielten Zermürbungstaktik: Mit bürokratischem Hickhack, Zahlungsaufforderungen und der Einschaltung von Inkassobüros wird der Ball zurückgespielt, während die eiskalt kassierten Gebühren unangetastet in den Kassen der Hochschule verbleiben.

Verbraucherschutz im Abseits: Gehört so etwas in den Bildungssektor?

Dieser Fall wirft fundamentale Fragen über die Geschäftspraktiken privater Hochschulen auf. Wenn Bildung zum reinen Renditeobjekt verkommt, bleibt der Verbraucherschutz auf der Strecke.

  • Systematische Benachteiligung: Es kann nicht sein, dass Großkonzerne im Bildungssektor Geld für Dienstleistungen einbehalten, die nie erbracht wurden, und sich gleichzeitig hinter starren AGB-Klauseln verschanzen.

  • Kein Raum für Abzocke: Wenn eine Rückerstattung kategorisch ausgeschlossen wird, obwohl der Kunde die Kosten voll getragen hat, grenzt das an ein einseitiges Bereicherungsmodell auf dem Rücken der Bürger.

Klare Kante gegen unfaire Vertragspraktiken!

Der Fall zeigt eindringlich, dass Verbraucher bei privaten Fernstudienanbietern extrem vorsichtig sein müssen. Wir von den „Freien Medien Germany“ fordern Transparenz, echte Kulanz und eine rechtliche Überprüfung solcher Kündigungs- und Rückerstattungsklauseln.

Wer ähnliche Erfahrungen mit der IU oder anderen Fernhochschulen gemacht hat, sollte sich nicht einschüchtern lassen, rechtliche Beratung suchen und den Weg an die Öffentlichkeit nicht scheuen.

Besuchen Sie uns auf www.freiemediengermany.com – wir berichten weiterhin unzensiert über die Abzock-Fallen des Alltags!

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