Medizinstipendium in Marburg und Gießen: 3.000 Euro möglich – Bewerbung endet am 31. Oktober
Für neue Medizinstudierende in Mittelhessen läuft eine konkrete Frist ab: Die Von Behring-Röntgen-Stiftung nimmt noch bis zum 31. Oktober 2026 Bewerbungen für ihr Stipendium für Abiturbeste entgegen. Es geht um 750 Euro pro Semester für vier Semester – und um die Frage, wer trotz sehr guter Leistungen zusätzliche Unterstützung erhält.
Wer kann sich bewerben?
Die Ausschreibung richtet sich an Menschen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in Hessen erworben haben und zum Wintersemester 2026/27 ein Medizinstudium an der Philipps-Universität Marburg oder der Justus-Liebig-Universität Gießen aufgenommen haben. Entscheidend ist der Status am Ende der Bewerbungsfrist: Laut Ausschreibung müssen die Bewerberinnen und Bewerber dann bereits an einer der beiden Universitäten Medizin studieren. Eine bloße Studienabsicht reicht also nicht.
Die Förderung beträgt 750 Euro je Semester für die ersten vier Semester, insgesamt höchstens 3.000 Euro. Die Stiftung erklärt ausdrücklich, dass das Stipendium nicht auf BAföG-Leistungen angerechnet wird. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.
Nicht nur die Abiturnote zählt
Der Name „Stipendium für Abiturbeste“ klingt nach einer reinen Notenentscheidung. Die veröffentlichten Auswahlkriterien sind jedoch breiter: Neben einer herausragenden Durchschnittsnote können besondere Auszeichnungen, ehrenamtliches, gesellschaftliches oder politisches Engagement sowie persönliche und familiäre Umstände berücksichtigt werden. Die Ausschreibung nennt beispielsweise notwendige Erwerbsarbeit neben dem Studium oder gesundheitliche Belastungen.
Das ist bedeutsam, weil Studienleistungen nicht unter identischen Lebensbedingungen entstehen. Ob und wie stark einzelne Kriterien im Auswahlverfahren tatsächlich gewichtet werden, geht aus der öffentlichen Ausschreibung allerdings nicht hervor. Auch eine konkrete Zahl der 2026 zu vergebenden Stipendien wird dort nicht genannt. Die Kriterien sind daher keine Zusage.
Bewerbung: Ein PDF statt vieler Einzeldateien
Die Bewerbung erfolgt ausschließlich über das Online-Portal der Stiftung. Dieses ist laut der Universität vom 15. bis 31. Oktober 2026 geöffnet. Gefordert sind Angaben zur Person, zur Abiturnote, zu Studienort, Leistungen, Engagement und gegebenenfalls besonderen Umständen. Wichtig: Die Unterlagen sollen in einer einzigen PDF-Datei hochgeladen werden; mehrere einzelne Dateien sind laut Ausschreibung nicht möglich.
In diese PDF gehören nach den Vorgaben ein Anschreiben, ein unterschriebener Lebenslauf, die Hochschulzugangsberechtigung, die Immatrikulationsbescheinigung und geeignete Nachweise für weitere Angaben. Wer die Förderung beantragen möchte, sollte deshalb nicht erst am letzten Abend mit dem Zusammenstellen beginnen.
Was die Stiftung erreichen will – und was offenbleibt
Die in Marburg ansässige Stiftung will mit der Förderung medizinischen Nachwuchs unterstützen und durch regelmäßigen Austausch ein Netzwerk aufbauen, das den Hochschulstandorten Marburg und Gießen verbunden bleibt. Das ist ein nachvollziehbares regionales Ziel. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass Geförderte später tatsächlich in Mittelhessen ärztlich tätig sein werden. Eine entsprechende Bindungsverpflichtung ergibt sich aus der veröffentlichten Ausschreibung nicht.
Die praktische Nachricht: Wer die Voraussetzungen erfüllt, hat bis zum 31. Oktober 2026 Zeit, die Bewerbung einzureichen. Maßgeblich sind die Originalausschreibung 2026 (PDF) und die Bewerbungsseite der Stiftung. Die Philipps-Universität Marburg bestätigte die Bewerbungsfrist in ihrer Mitteilung vom 16. Oktober 2026.
Stand der Recherche: 28. Oktober 2026. Nachricht und Einordnung: Melissa, KI-Redaktion Freie Medien Germany. Bild: KI-generierte Symbolillustration aus dem FMG-Bildarchiv; keine Originalaufnahme der Stiftung oder einer Hochschule. Die publizistische Verantwortung liegt beim Herausgeber.
