KI-generiertes Symbolbild: heller Krankenhausflur mit Stethoskop und Krankenakte; keine Aufnahme einer realen Klinik.
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WHO-Konferenz FoodMed 2026: Ernährung und traditionelle Medizin brauchen belastbare Forschung

Hongkong/Genf. Kann Ernährung gezielt dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen und Gesundheit zu erhalten? Und wie lässt sich traditionelles medizinisches Wissen wissenschaftlich prüfen? Diese Fragen standen auf der FoodMed-Konferenz am 5. und 6. November 2026 in Hongkong im Mittelpunkt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtete am 6. November über die zweite Ausgabe der Veranstaltung.

Ernährung, Vorbeugung und Wissenschaft

Gastgeber war die Hong Kong Baptist University. Teilgenommen haben nach WHO-Angaben internationale Fachleute aus Forschung, Gesundheitsversorgung, Regulierung, Unternehmen und anderen Organisationen. Diskutiert wurden unter anderem die Herausforderungen einer alternden Bevölkerung, chronische Erkrankungen und steigende Ausgaben im Gesundheitswesen.

Unter dem englischen Leitgedanken „Food as Medicine“ ging es darum, wissenschaftliche Erkenntnisse über Ernährung und Gesundheit in praxistaugliche Maßnahmen zu übersetzen. Dabei stand ausdrücklich nicht nur die Anwendung, sondern auch die Erzeugung überprüfbarer Belege im Vordergrund. Denn eine lange Tradition allein beweist weder die Wirksamkeit noch die Sicherheit einer bestimmten Behandlung.

WHO betont wissenschaftliche Standards

Die WHO-Wissenschaftsvertreterin Sylvie Briand hob in einer Videobotschaft die Bedeutung von Prävention und Gesundheitsförderung hervor. Sie verwies auf die globale WHO-Strategie für traditionelle Medizin 2025 bis 2034. Ziel ist nach Darstellung der Organisation, sichere und wirksame Ansätze dort in Gesundheitssysteme einzubinden, wo ihre Vorteile durch wissenschaftliche Evidenz ausreichend belegt sind.

Ein Beitrag des WHO Global Traditional Medicine Centre beschäftigte sich damit, wie Forschungsdaten, angemessene Regulierung und digitale Wissensplattformen helfen können, Behauptungen aus der Praxis nachvollziehbar zu überprüfen. Vorgestellt wurde auch eine internationale Fachbibliothek, die Forschung und politische Entscheidungen mit wissenschaftlichem Material unterstützen soll.

Keine Empfehlung für ungeprüfte Heilmittel

Die Konferenz ist kein Nachweis für die Wirksamkeit einzelner Lebensmittel, Kräutermischungen oder Heilverfahren. Auch eine WHO-Beteiligung an einer Fachtagung darf nicht als pauschales Gütesiegel für vermarktete Präparate ausgelegt werden. Im Gegenteil: Der WHO-Bericht beschreibt weiterhin bestehende Wissenslücken und einen Bedarf an methodisch belastbarer Forschung.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher bleibt die Unterscheidung entscheidend: Eine ausgewogene Ernährung kann Gesundheit fördern; sie ersetzt aber nicht automatisch eine medizinisch notwendige Diagnostik oder Therapie. Neue Verfahren müssen sich an überprüfbaren Ergebnissen, Sicherheit und nachvollziehbaren Risiken messen lassen.

Quelle: Weltgesundheitsorganisation, FoodMed 2026, Mitteilung vom 6. November 2026.

Beitragsbild: KI-generiertes Symbolbild zur Gesundheitsversorgung; keine Originalaufnahme der Konferenz und keine Darstellung einer klinischen Studie.

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