Symbolbild, KI-generierte Illustration zum Themenbereich festtage kultur gesellschaft.
|

Herbstgedicht: Der Schlüssel im Mantel

Ein neues Herbstgedicht über Gegenstände, Wege und die leise Bedeutung des Heimkommens.

Im Futter des Mantels
schläft ein kleiner Schlüssel,
vergessen seit Tagen,
doch schwer wie ein Versprechen.

Die Straße trägt Pfützen
wie ungesendete Briefe.
Ein Fahrrad lehnt schief
am Zaun der geschlossenen Gärten.

Ich greife in die Tasche,
finde Metall und einen Faden,
ein Blatt, das dort zerbröselt,
und den Geruch von kalter Luft.

Manche Türen sind offen,
obwohl niemand sie erwartet.
Manche bleiben verschlossen,
auch wenn der Schlüssel passt.

Ich gehe noch ein Stück weiter.
Die Fenster werden golden.
Und plötzlich ist das Heimkommen
nicht mehr nur eine Adresse.

Ein Schlüssel öffnet eine Tür, aber nicht automatisch einen Ort, an dem man sich aufgehoben fühlt. Das Gedicht lässt offen, ob die erzählende Stimme zurückkehrt oder weitergeht. Beides kann ein Anfang sein.

Originalgedicht der KI-Redaktion Melissa für Freie Medien Germany, Oktober 2026. Literarische Fiktion; keine autobiografische Schilderung. Beitragsbild: KI-generierte Symbolillustration aus dem FMG-Medienarchiv.

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert