Peking schützt neun weitere historische Gartenanlagen – jetzt stehen 34 auf der Liste
Peking. Die chinesische Hauptstadt hat nach Angaben ihres offiziellen Stadtportals neun weitere historische Garten- und Kulturanlagen in ein Schutzverzeichnis aufgenommen. Damit steigt die Zahl der als historische Gärten gelisteten Standorte in Peking auf 34. Die Erweiterung wurde am 5. November 2026 öffentlich vorgestellt.
Von Universität bis Tempelanlage
Zu den neu aufgenommenen Orten gehören der Tsinghua-Garten, der Tanzhe-Tempel, der Jietai-Tempel und der Dajue-Tempel. Hinzu kommen der Pekinger Konfuziustempel mit der historischen Kaiserlichen Akademie, der Wanshou-Tempel, der Bussiere-Garten, erhaltene Abschnitte des Stadtmauerparks aus der Yuan-Dynastie sowie die Überreste des Tuanhe-Zwischenpalasts.
Die Liste führt also nicht ausschließlich klassische Parks. Sie umfasst auch historische Architektur, ehemalige Palastgärten und Anlagen, die Zeugnisse mehrerer Dynastien bewahren.
Was diese Orte besonders macht
Die Kaiserliche Akademie war über Jahrhunderte ein zentraler Ort höherer Bildung im chinesischen Kaiserreich. Im Yuan-Stadtmauerpark sind ehemalige Befestigungsanlagen in eine heutige Grün- und Erholungsfläche eingebunden; das Stadtportal nennt für zwei Abschnitte eine Gesamtlänge von etwa 4,2 Kilometern.
Der Tanzhe-Tempel gilt als einer der ältesten buddhistischen Tempel Pekings. Der im Bezirk Daxing gelegene Tuanhe-Komplex bewahrt Spuren kaiserlicher Gartengestaltung aus der Qing-Zeit und ist nach Angaben der Stadtverwaltung öffentlich zugänglich.
Schutzstatus ist nicht automatisch ein Neubauprojekt
Die neue Einstufung macht die Anlagen im Denkmalschutz sichtbarer. Aus der Bekanntgabe folgt jedoch weder, dass alle Standorte bislang ungeschützt gewesen wären, noch dass sofort neue Bau- oder Restaurierungsmaßnahmen beschlossen sind. Die Meldung beschreibt eine Erweiterung des städtischen Schutzverzeichnisses, dessen erste Liste 2015 insgesamt 25 Anlagen umfasste.
Quelle: Offizielles Stadtportal Peking, 5. November 2026, unter Bezugnahme auf Beijing News. Angaben der Stadtverwaltung sind als solche zu verstehen.
Beitragsbild: KI-generierte Symbolillustration zu Kultur und Gesellschaft; keine Aufnahme der genannten Gartenanlagen.
